| Die St. Laurentiuskirche in Schallodenbach - früher und heute
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...und so sah sie noch bis Februar 2003 aus... Die Umbaumaßnahmen, sind nun abgeschlossen. Hierbei wurden die beiden Seitenkapellen ( wie auf dem alten Foto und hier im Bild an den Rissen in der Wand erkennbar) wieder geöffnet. Hier finden Tabernakel und Mutter Gottes jetzt einen würdigen Platz. Auch die Orgel wurde überholt und nachgestimmt und die Wände im Kirchenschiff erhielten einen neuen Anstrich.
Geschichtliches: Dort wo schon 1718 einmal eine Kirche stand, wurde die katholische Pfarrkirche St. Laurentius erbaut. Der Bau erhebt sich teilweise auf Fels und zum Teil auf einer Pfahlkonstruktion, was vor Jahren im Kirchenraum zu Feuchtigkeitsschäden führte, deren Spuren jetzt entgültig entfernt wurden. Nach einem Dachstuhlbrand in den 60er Jahren war die erste große Renovierung fällig. 1990 wurde der Treppenaufgang neu gestaltet und das Hauptportal ausgebessert und vor einigen Jahren der Turm saniert.
Der Rohbau der Kirche kostete im 19. Jahrhundert 42.353 Mark. Die Renovierung 2003 soll laut Architekt Günther Hänel vom Büro für Architektur und Stadtplanung in Rockenhausen, ohne die Eigenleistung der Kirchengemeinde rund 50.000 € kosten. Künftig wird eine Heizung mit Zeitschaltuhr für wohldosierte Wärme sorgen, was für die Kirchenbesucher, besonders in der kalten Jahreszeit, eine angenehme Verbesserung sein wird. |
| Die Gemeinde
Schallodenbach begeht am 29. Mai 1983 das Weihejubiläum
Ein Text von Pfarrer Eugen Barudio |
| Hundert
Jahre steht jetzt die Pfarrkirche Schallodenbach St.- Laurentius. Ihren
Weihetag am 21. Mai 1983 will die Gemeinde am Dreifaltigkeitssonntag,
dem 29. Mai, feierlich begehen.
Im 12. Jahrhundert wurde in Schallodenbach eine Tiefenburg, die " VESTE Odenbach ", erbaut zur Kontrolle der in der Nähe beginnenden Täler des Odenbach und des Moschelbach sowie zum Schutze der Abtei Otterberg, die zu dieser Zeit entstand. Um 1350 wurde die Turmburg vergrößert. In dem neuen Teil war eine Kapelle zu Ehren des heiligen Blasius und der heiligen Katharina eingebaut (Urkunde im vatikanischen Archiv, 1351 ).
Später
erhielt der älteste Sohn Franz von Sickingens, Schweikhard von Sickingen,
durch Heirat die Burg zu seinem Besitz. Er änderte die einfache Burg
in ein Schlößchen im Renaissancestil um. In dem Gebäude war wieder eine
Kapelle (1530-1540).
Die Reformation wurde in Schallodenbach 1558 eingeführt und 1645 wieder rückgängig gemacht. 1718 wurde eine neue Dorfkirche gebaut und dem heiligen Laurentius geweiht. 150 Jahre später war sie baufällig und wurde polizeilich geschlossen. Die jetzige Kirche wurde 1881 von Architekt Wilhelm Schulte sen. (Speyer) geplant und 1882/83 gebaut. Die Weihe nahm Bischof Josef Georg von Ehrler vor. Die Ausmalung der Kirche wurde erst 1885 beendet. Bis 1961 blieb dann die Kirche unverändert. Eine umfassende Renovierung wurde damals mit der Altarweihe durch Bischof Isidor Markus Emanuel abgeschlossen. 1980 erhielt die Kirche eine neue Orgel.
Am 29. Mai 1983 wird also der 100. Jahrestag der Kirchweihe gefeiert. Der Gottesdienst ist um 10 Uhr, bei dem der Kirchenchor von Otterbach die Missa brevis für Chor, Soli und Streicher von Mozart singt. Das Fest wird auf dem Platz vor der Kirche abgehalten. Der Musik-Club Schallodenbach und der Musikverein Schneckenhausen haben das musikalische Programm übernommen. Die örtlichen Vereine und die verschiedenen Pfarrgruppen sorgen für Speisen und Getränke. Beim Basar und Trödelmarkt kann man die verschiedensten Sachen erwerben. |